So sieht die zerstörte An-225 heute aus

(Quelle: aero.de)

An-225, © Niederländisches Verteidigungsministerium

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KIEW – Demnächst jährt sich der Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zum zweiten Mal. Eines der ersten prominenten Opfer des Krieges war ein Flugzeug: die riesige Antonow An-225. Sie steht noch immer in Kiew-Hostomel. Aber viel ist von der “Mrija” nicht mehr übrig.

Ausgeweidet, ausgeschlachtet, mit gestutzten Flügeln, ohne Leitwerk, ringsum Schnee: So zeigt sich der kümmerliche Rest der einst weltberühmten Antonow An-225 “Mrija” auf einem aktuellen Bild vom Antonow-Flughafen Hostomel.

Veröffentlicht wurde es vom Verteidigungsministerium der Niederlande, anlässlich eines Besuchs des Oberkommandeurs der königlich-niedeländischen Armee, General Onno Eichelsheim Ende Januar. Es belegt: Von dem einst stolzen Riesenflugzeug ist heute nur noch eine leere Hülle übrig.

Triebwerke fliegen weiter

Wohin die Ukrainer die abmontierten Bauteile gebracht haben, ist unklar. Teilweise lagern sie vermutlich noch neben dem Wrack, zumindest lassen sich am rechten Rand des aktuellen Fotos ein Stück Tragfläche und oder ein Teil des Leitwerks erahnen.

Bekannt ist außerdem, dass mindestens zwei der sechs D-18T-Triebwerke der An-225 seit geraumer Zeit für die kleinere An-124 “Ruslan” verwendet werden, von der die Werksfluggesellschaft Antonov Airlines vom Exilstandort Leipzig aus noch fünf Exemplare betreibt.

Der bei Kämpfen um den Flugplatz Ende Februar 2022 völlig zerstörte Bug der An-225 war bereits im April 2023 vom Hauptteil des Rumpfes abgetrennt worden.

Teile für zweite An-225?

Damals hieß es, nach eingehender Schadensanalyse, man wolle sämtliche brauchbaren Teile für den Aufbau einer zweiten, unvollendet eingelagerten An-225 vorhalten. Dazu zählte Antonow seinerzeit etwa Teile des Hauptfahrwerks, das Leitwerk, Elemente der Bordausrüstung im Frachtraum sowie mechanische Komponenten der Tragflächen – exakt die Teile also, die nun tatsächlich fehlen.

Ob die Ukrainer sich aber wirklich an die Fertigstellung der zweiten “Mrija” machen werden, ist – angesichts hoher Kosten, zweifelhaften wirtschaftlichen Nutzens und begrenzter Mittel – äußerst fraglich.

© FLUG REVUE – Patrick Zwerger Abb.: Niederländisches Verteidigungsministerium

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