Lufthansa bietet Bodenpersonal sofort mehr Geld

(Quelle: aero.de)

Lufthansa LEOS, © Lufthansa

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FRANKFURT – “Wir möchten endlich abschließen”: Lufthansa will mit Sofortleistungen den Tarifstreit mit dem Bodenpersonal beilegen. Der Konzern zieht Zahlpunkte nach vorne – fordert von der Gewerkschaft im Gegenzug aber drei Monate mehr Laufzeit für einen Tarifvertrag. Verdi reagiert verhalten.

Nach der jüngsten Warnstreikwelle des Bodenpersonals hat die Lufthansa ein neues Angebot vorgelegt. Zu einem Abschluss ist es am Donnerstag nach zweitägigen Verhandlungen in Frankfurt aber nicht gekommen, wie die Lufthansa berichtete.

Es bleibt damit offen, ob die mehr als 20.000 Beschäftigten erneut zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen werden.

“Wir haben erneut einen großen Schritt auf Verdi zugemacht und ein neues, noch einmal verbessertes Angebot vorgelegt” erklärte Personalvorstand Michael Niggemann laut Mitteilung. Im Detail wurde die erste von zwei Tabellenerhöhungen um 4 Prozent von Dezember 2024 auf März dieses Jahres vorgezogen.

Zudem soll die Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro nun schneller ausgezahlt werden. Bei einer um 3 auf 28 Monate erhöhten Laufzeit soll es neben weiteren Leistungen 10 Prozent höhere Gehälter geben.

Verdi: “Trippelschritte”

Verdi hatte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 12,5 Prozent mehr Geld und die Inflationsausgleichsprämie gefordert. In den vorausgegangenen Runden hatten sich die Verhandler stets über sogenannte Tarifbotschafter in den Belegschaften rückversichert.

Eine schnelle Lösung zeichnet sich nicht ab. Das neue Angebot der Lufthansa habe die Situation nicht verbessert, sagte Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky am Donnerstag nach zweitägigen Tarifverhandlungen in Frankfurt. “Das sind Trippelschritte und kein großer Wurf.”

Reschinsky zeigte sich auch über die absolute Höhe der vorgeschlagenen Lohnsteigerungen enttäuscht. Bei einer mehr als doppelt so langen Laufzeit werde noch nicht einmal die Höhe der Ursprungsforderung erreicht. “Das bedeutet, dass das Angebot nicht einmal die Hälfte unserer Forderung erfüllt.”

Bislang hat Verdi in dem Konflikt zwei mehr als ganztägige Warnstreiks geführt, bei denen jeweils mehrere hundert Flüge ausgefallen waren. Wie nach den vorangegangenen Verhandlungsrunden wolle man das neue Angebot nun gemeinsam mit den Belegschaften bewerten und über weitere Schritte beraten, sagte der Verdi-Verhandlungsführer. Das könne einige Tage dauern. Lufthansa habe klargemacht, dass sie sich allein in Verhandlungen nicht mehr bewegen werde.

In Berlin sind die parallelen Gespräche zwischen Verdi und den Luftsicherheitsunternehmen planmäßig am Donnerstag fortgesetzt worden. Hier geht es um die Gehälter und Arbeitsbedingungen von rund 25.000 Beschäftigten, die Passagiere und Gepäck an den Flughäfen kontrollieren.

© aero.de, dpa Abb.: Lufthansa

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