Investor nimmt OHB von der Börse

(Quelle: aero.de)

OHB-Chef Marco Fuchs, © OHB

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BREMEN – Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB soll sich nach einem Einstieg des Finanzinvestors KKR von der Börse zurückziehen.

Eine entsprechende Vereinbarung mit der Eigentümerfamilie Fuchs sei bereits unterzeichnet, teilte OHB am Montag in Bremen mit. Demnach will KKR die rund 30 Prozent frei handelbaren Aktien zu einem Preis von je 44 Euro kaufen. Das Unternehmen wird damit mit rund einer Milliarde Euro inklusiver Schulden bewertet.

Mit zusätzlichen Investitionen in die Entwicklung sei OHB gut positioniert, um vom Potenzial des europäischen Raumfahrtsektors zu profitieren, sagte Christian Ollig, Leiter der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei KKR.

“Das Kapital von KKR wird die zukünftige Entwicklung des Unternehmens unterstützen.” KKR soll demnach lediglich Aktien aus dem Streubesitz kaufen. Die Familie Fuchs, die knapp 70 Prozent der Anteile hält, werde keine Aktien abgeben und damit Mehrheitseigner bleiben.

OHB entwickelt und baut Satelliten und andere Technologien, die etwa bei der Raumfahrtstation ISS oder dem europäischen Satelliten-Navigationssystem Galileo zum Einsatz kommen. Das Unternehmen beschäftigt knapp 3.000 Menschen an 15 Standorten und gehört zu den führenden Raumfahrtunternehmen Europas.

OHB-Vorstandschef Marco Fuchs bezeichnete KKR als idealen Partner, um das Wachstum zu unterstützen. Nach dem Einstieg wolle das Management das Unternehmen von der Börse nehmen, um so die langfristige Strategie leichter umsetzen zu können, erklärte das Unternehmen.

Eine weitere Geldspritze sicherte KKR laut Mitteilung in Form einer Kapitalerhöhung zu. Demnach soll der Finanzinvestor ein neu ausgegebenes Aktienpaket im Umfang von 10 Prozent zum Angebotspreis zeichnen. Andere Aktionäre seien von ihrem Bezugsrecht ausgeschlossen.

© dpa-AFX 08.08.2023 07:10

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