Leasingfirma rechnet mit Flottenumbau bei SAS

(Quelle: aero.de)

SAS Airbus A350-900, © Airbus

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LOS ANGELES – Russland versperrt SAS und Finnair die direkten Routen nach Asien. Die aller Voraussicht nach anhaltende Luftraumschließung wird nach Einschätzung der Air Lease Corporation zu Änderungen in der Flottenstruktur skandinavischer Airlines führen – und einige Airbus A350 zurück in die Leasingpools spülen.

Carsten Spohr regelt Lufthansa 2023 auf 85 bis 90 Prozent der 2019er-Kapazität hoch. Der Lufthansa-Chef setzt auf einen Asieneffekt – Japan werde 2023 komplett, China zumindest teilweise öffnen, gab sich Spohr am Donnerstag in Frankfurt überzeugt.

Lufthansa wird russischer Luftraumsperren zum Trotz von der Wiederöffnung in Asien profitieren. Skandinavische Airlines stehen hingegen vor einem doppelten Asiendilemma. Für sie ist der Umweg um Russland besonders lang.

Betrug die Flugzeit zwischen Helsinki und Seoul früher etwa 8,5 Stunden, hat sich die Zeit in der Luft durch 4.000 Kilometer Umweg auf zwölf Stunden verlängert, rechnete Eurocontrol im April nach. Im Gegensatz zu anderen europäischen Airlines mit hohem Transatlantikanteil wie British Airways und Lufthansa haben Finnair und SAS zudem voll auf Asien gesetzt.

„Das größte Problem von SAS ist, dass sie die Hälfte ihrer Widebody-Flotte auf Linien nach Asien eingesetzt hatte“, sagte ALC-Chef John Plueger am Donnerstag. „Weil sie nicht mehr über Russland fliegen dürfen, (…) ist die Hälfte ihrer Langstreckenflotte nicht im Einsatz oder kann nicht sinnvoll ausgelastet werden“.

Weniger A330 und A350

Die Konsequenz liegt für Pleuger auf der Hand: „SAS wird sich jetzt mit der Reduzierung ihrer A330- und A350-Flotten befassen.“ SAS durchläuft gerade ein geordnetes Insolvenzverfahren in den USA. Konkurrent Finnair hat inzwischen drei Airbus A350-900 mit Crews an Eurowings Discover verleast und prüft einen Abbau der A330-Flotte.

© aero.de Abb.: Airbus

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