Wie ein EU-Weltraumgesetz Geschäftsmodelle verändern könnte

(Quelle: aero.de)

OHB-Chef Marco Fuchs, © OHB

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BRÜSSEL – In Europa gibt es in der Raumfahrt unterschiedliche nationale Gesetze. Ein neues EU-Weltraumgesetz soll Regeln vereinheitlichen. Der Chef des Bremer Unternehmens OHB befürwortet das – ein Binnenmarkt für Weltraumprodukte und -dienstleistungen könnte das Verhältnis zu seinen Auftraggebern ändern.

Der Vorstandsvorsitzende des Raumfahrtunternehmens OHB, Marco Fuchs, sieht das geplante EU-Weltraumgesetz als “Chance”. “Die Märkte werden größer, einheitlicher”, sagte Fuchs der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin. OHB hat seinen Hauptsitz in Bremen.

Einzelheiten des Gesetzes sind bislang nicht bekannt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge plant die EU-Kommission, einen Entwurf des Gesetzes im März vorzulegen. Binnenmarktkommissar Thierry Breton sagte im Januar auf der europäischen Weltraumkonferenz in Brüssel, das Gesetz werde einheitliche Regeln schaffen. Ziel sei ein echter EU-Binnenmarkt für die Raumfahrt.

Fuchs sagte, er glaube, das Gesetz könne Auswirkungen auf Geschäftsmodelle haben. In Europa sei es bislang so, dass Behörden über Dienstleistungen und Produkte bestimmten. In den Vereinigten Staaten dagegen bauten Firmen Satelliten und Raketen, die Behörden dann kauften. Eine solche Umkehr müsse auch in Europa gelingen.

Anlass der Aussagen war ein erstes französisch-deutsches Raumfahrttreffen der Botschaft Frankreichs, auf dem auch Fuchs sprach. Mit der neuen Gesprächsreihe soll das Vertrauen zwischen den Staaten in der Raumfahrt gefördert werden.

© dpa Abb.: Airbus

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