Asien-Passagiere meiden Flüge über Russland

(Quelle: aero.de)

Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT – Der direkte Weg nach Asien über Russland ist Lufthansa versperrt. Das ist im Wettbewerb um Passagiere nicht unbedingt ein Nachteil. Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet gerade wegen der Umfliegung des russischen Luftraums mit reißendem Absatz beim anstehenden Ausbau der Linien nach Fernost.

Asien zündet mit Verspätung. Die “Normalisierung” der Verkehrsströme nach der Pandemie trat in Asien “etwas langsamer” als in anderen Märkten ein, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Frankfurt.

Lufthansa werde das Asienangebot im laufenden Jahr aber von 65 auf 80 Prozent des Vorkrisenwerts ausbauen. Einzelne Märke, etwa Indien, Hongkong und Japan, zeigen laut Spohr derzeit besonders viel Erholungsdynamik. “In Indien sind wir jetzt schon stärker als 2019.”

Seit dem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 verbietet Russland EU-Airlines Überflüge. Chinesische Konkurrenten können den Luftraum auf Europa-Linien hingegen weiterhin nutzen – und günstiger produzieren. Das ist für Lufthansa beim Wiederaufbau des Asien-Flugplans laut Spohr aber nicht weiter problematisch – im Gegenteil.

“Wir sehen, dass viele europäische Kunden gerne mit uns die Umwege um Russland herum fliegen”, sagte Spohr. “Das sind zwar ein, zwei Stunden mehr Flugzeit – aber dafür vermeidet man den russischen Luftraum.” Lufthansa sei gegenüber Carriern, “die von der anderen Seite durch Russland durchbrettern”, gut im Wettbewerb positioniert.

© aero.de 07.03.2024 17:48

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